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Ethik und Theorie

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KI

Ich habe da jetzt in einem Artikel einer bedeutenden Tageszeitung die für mich treffende Erklärung des Kürzels "KI" gelesen:
Künstliche Impertinenz !
Herzliche Grüße aus der "normalen" Fotowelt - Gernot
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Antworten

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von dhinz
Mit Interesse habe ich die Diskussion über KI-Bilder hier verfolgt.
Selbstverständlich sind mit KI generierte Bilder keine Fotografien. Und sie gehören eigentlich auch nicht in ein Fotomagazin. Aber es wird nun einmal angeboten. Mein bisher einziges KI-Bild wurde auch gleich mit KI-Kitsch abgetan. Es ist aber doch ganz einfach. Wer keine KI-Bilder mag soll nicht auf die Rubrik -KI- klicken. Wenn ich keine abstrakte Malerei mag, besuche ich auch keine dementsprechende Ausstellung und brülle dann herum: Das ist doch keine Kunst, sondern Pinselquälerei.  Es gibt genügend andere Rubriken in der Bildergalerie wo es Fotos zu sehen gibt. Die sind zwar auch KI unterstützt gestaltet, haben aber ein Foto als Ausgangsprodukt.
In diesem Sinne allen ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest.
Detlef

... sorry, ich habe erst jetzt diesen Beitrag hier im Forum entdeckt ... ich hatte ihn bereits in eimen anderen Beitrag veröffentlicht (da giing es um Kennzeichungspflicht)

Vielleicht sind meine Gedanken hier besser aufgehoben...

... es wird nun langsam klar, wohin die Reise geht. Es wird schon recht bald kein Bildbearbeitungsprogram (und vielleicht auch keine Kamera!) mehr geben, dass ohne generative KI auskommt. Wenn ich Bildelemante verändere, hinzu- oder herausnehme ist dies "generative" Bearbeitung! Selbst wenn ich innerhalb der Kamera eine Filmsimulation verwende ist dies generative Bildveränderung, da (je nach gewähltem Filmtyp) unter Umständen das ganze Bild oder einzelne Bildelemente verfällscht werden und ein völlig anderer Bildeindruck (Motivation, Wirkung) entsteht! Das bedeutet, das auch Bilder, direkt aus der Kamera bereiits generativ bearbeitet sein können!

Das entscheidende an generativer Bilderzeugung oder -bearbeitung ist doch die Absicht einer bewussten Manipulation zum Schaden des Betrachters (Empfängers), also die Absicht des Bilderzeugers, mit dem manipullierten Bild eine schädigende Wirkung zu seinem Vorteil zu erzielen. In wie weit dies bereits eine kriminelle Handlung ist kann nur unser Rechtssystem entscheiden.

Eine andere Frage ist, in wie weit (auch) eine massive Bildveränderung oder eine "künstliche" Bilderstellung Teil der eigenen kreativen Freiheit des Bilderzeugers ist! Selbst der kürzeste "Promt" enthält ja eine Idee, den Grundgedanken, eine Absicht des Menschen, was er mit Hilfe seines Werkzeuges erreichen will. Klassisches Beispiel ist die herkömmliche Malerei ... (!) ... das Bild entsteht durch die Absicht des Malers, seinen Ideen und Vorstellungen! Das ist absolut Vergleichbar mit ser s. g. "generierten" Bilderzeugung. Im Zweifelsfall währe es sogar vorstellbar (so wie nachweislich Rembrand gearbeitet hat), einem (Maler-) Helfer ein Bild zu diktieren, den Helfer anzuleiten, ein Bild im Sinne seines Meisters zu malen!!! In diesem Fall müsste es noch nicht einmal ein Meister sein ... nocht nicht einmal jemand, der malen kann!!! Sokrates hat (dem Sinne nach) gesagt: " ... jedem Ding geht einem Wunsch (Verlangen) voraus ...". Die Schlussvolgerung ist, der Gedanke, die Vorstellung, der Wunsch, eine Abbildung "von etwas" zu erstellen ist der Ursprung der Kreativität! Solange die s. g. KI aus sich selbst heraus keine eigenen Vorstellungen, Ideen, Absichten oder Ziele hat (also in die Zukunft blicken kann!), ist und bleibt sie nur das Werkzeug(!!!) ihrer (Be-)Nutzer ...

Auch wenn das Bild ohne physikalisch-technische Mittel auf optisch-elektronischen Weg generiert wurde bleibt es doch ein Bild, als Endergebnis vielleicht sogar ein gedrucktes Erzeugnis, ein Bild auf einem physikalischen Materialträger, wie wird es gewohnt sind! Nur der Weg ist ein anderer ... wie war eigentlich nocheinmal die Sache mit dem Negativ-Filmmaterial und dem Wechsel zum Sensor? Wie hat die Generierung sensorbasierter Bildgenerierung die Fotografie verändert ...?

mft
Siegbert Müller

PS: ... ich bin leidenschaftlicher Amateur, sowohl was alt-analoge manuelle wie digitalte Fotografie, und nun auch "generative" Fotografie betrifft, habe mit 73 Jahren damit ein interessantes Kapitel aufgeschlagen ... und ... meinen generativen Bildern geht immer eine Bleistift-Skizze voraus, hangearbeitet, danach gets mit reichlich schriftlicher Arbeit weiter!

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