Andere
„lensbaby "spark"...“
Hurra, ich habe ein Lensbaby „Spark“ gewonnen und soll jetzt ein bisschen was drüber schreiben. Das jüngste Linsenkind wurde von den älteren Geschwistern Lensbaby 2, Composer, Muse und allerlei Zubehörlinsen erwartungsvoll willkommen geheißen.
Der erste Auftritt mit der schick gestylten Druckplatte macht was hin. Der dort ausgelaserte „Lensbaby Spark“ Schriftzug lässt auch von weitem erkennen, mit wem man es zu tun hat. Außerdem ist sie deutlich größer als bei allen anderen Babys. Der Kameraanschluss aus Kunststoff lässt die Geschwister, die allesamt mit Aluanschlüssen ausgerüstet sind, eher müde lächeln. Ob der sich im Dauereinsatz bewährt? Der Objektiveinsatz mit Festblende 5,6 ist wie beim Composer oder Muse austauschbar. Lensbaby mit Festblende? …sehr merkwürdig. Der Objektiv-/ Anschlussdeckel ist allgemein bekannt und sitzt sauber und gut bedienbar auf. Der erste Eindruck ist soweit o.k. und damit ab an die Kamera.
Der Anschluss sitzt relativ stramm und macht dann doch einen vernünftigen Eindruck. Beim ersten Anfassen finde ich die vergrößerte Druckplatte eher hinderlich. Trotz meiner großen Hände finde ich auf Anhieb keine gute Halteposition. Die Finger gleiten relativ ungehemmt Richtung Lichtöffnung. Bei den älteren Geschwistern steht der Objektiveinsatz ein wenig vor und verhindert damit Finger vor der Linse. Vielleicht geht’s mit einem anderen Body ohne Batteriegriff besser. Was weiterhin sofort auffällt, ist die deutlich eingeschränkte Beweglichkeit des Gummitubus im Vergleich zum Lensbaby 2 und auch zum Muse. Man fühlt ein deutliches Anschlagen des Objektiveinsatzes im Inneren. Während sich Nr.2 und Muße mindestens 60° schwenken lassen, spürt man beim Spark schon bei der Hälfte einen Widerstand und kann sogar ein schleifendes Geräusch hören. Diesem Effekt gehe ich später noch auf den Grund.
Beim Fotografieren ist das „Spark“ ein ganz liebes Kind. Da es starke Verwindungen im Tubus nicht zulässt, lässt sich ein relativ großer „Sweet Spot“, der Schärfepunkt, recht schnell erdrücken. Dies gilt für Nahaufnahmen genauso wie für Landschaftsfotos. Die Unschärfe zum Rand, der „Wusch“, ist relativ schwach ausgebildet. Kunststück, bei Blende 5,6 ist auch nichts anderes zu erwarten. Deutliche Verschiebungen der Unschärfe am Rand durch stärkeres Tubusneigen zu erzeugen ist durch die schlechte Beweglichkeit nicht möglich. Die Farben werden sauber wiedergegeben, Lensbabytypische Farbsäume oder Lensflares sind nicht zu erkennen. Das ist mir deutlich zu lieb und deshalb wechsle ich den Objektiveinsatz gegen den „Double Lens“ Einsatz mit freier Blendenwahl aus.
Hierbei fällt die unterschiedliche Bauform des Sparkeinsatzes auf. Er ist ein Stück länger als die Standardeinsätze und hinter der zweiten Linse sitzt eine weitere Blende. Diesem Umstand ist dann wohl auch die eingeschränkte Beweglichkeit des Tubus geschuldet, da sich das Spark mit einem Standardeinsatz genauso beweglich verhält wie ein Muse. Auch meine liebgewonnenen Eigenschaften kehren mit den mir bekannten Einsätzen zurück. Ein Lensbaby betreibt man mit Blende 2,8, maximal mit 4. Dann gibt’s ordentliche Verzerrungen, knappe Schärfepunkte, ein rasantes Farbenspiel und alle Abbildungsfehler, die sonst durch die Optikentwickler allen anderen Objektiven mühsam abtrainiert werden.
Mein Fazit: Das „Spark“ ist vom Design her das bisher ansprechendste Objektiv der Lensbabyfamilie. In weit sich der Objektivanschluss aus Kunststoff bewährt wird man in Zukunft sehen. Der eingebaute Objektiveinsatz mit der festen Blendeneinstellung von 5,6 ist für mich schlicht und ergreifend ungeeignet, die kreativen Möglichkeiten eines Lensbaby auch nur annähernd auszuloten. Für mich müssen Lensbaby-Fototouren spannend und überraschend sein. Ein gutes Bild unter fünfzig Versuchen ist schon eine gute Quote. Zugegeben, der Umgang mit den auswechselbaren Blendenringen ist lästig, aber der Zuwachs an Möglichkeiten macht es deutlich wett. Sei es mit Blende 11 und einer Makro-Vorsatzlinse oder mit Effektblenden wie Sterne, Herzen oder was man sich selbst eben ausschneidet. Ob der eingebaute Festblendeneinsatz „Lensbabyneulingen“ einen geeigneten Einstieg vermittelt, ist für mich schwierig zu beantworten. Es gelingen sicherlich schnell brauchbare Bilder, aber die kreativen Möglichkeiten sind mir zu stark eingeschränkt.
Das Lensbaby „Spark“ wird mit dem Double Glass Einsatz und Blende 2,8 einen festen Platz in der Fototasche meiner Tochter finden. Sie hat sich darüber genauso gefreut wie ich als das Päckchen ankam.
Der erste Auftritt mit der schick gestylten Druckplatte macht was hin. Der dort ausgelaserte „Lensbaby Spark“ Schriftzug lässt auch von weitem erkennen, mit wem man es zu tun hat. Außerdem ist sie deutlich größer als bei allen anderen Babys. Der Kameraanschluss aus Kunststoff lässt die Geschwister, die allesamt mit Aluanschlüssen ausgerüstet sind, eher müde lächeln. Ob der sich im Dauereinsatz bewährt? Der Objektiveinsatz mit Festblende 5,6 ist wie beim Composer oder Muse austauschbar. Lensbaby mit Festblende? …sehr merkwürdig. Der Objektiv-/ Anschlussdeckel ist allgemein bekannt und sitzt sauber und gut bedienbar auf. Der erste Eindruck ist soweit o.k. und damit ab an die Kamera.
Der Anschluss sitzt relativ stramm und macht dann doch einen vernünftigen Eindruck. Beim ersten Anfassen finde ich die vergrößerte Druckplatte eher hinderlich. Trotz meiner großen Hände finde ich auf Anhieb keine gute Halteposition. Die Finger gleiten relativ ungehemmt Richtung Lichtöffnung. Bei den älteren Geschwistern steht der Objektiveinsatz ein wenig vor und verhindert damit Finger vor der Linse. Vielleicht geht’s mit einem anderen Body ohne Batteriegriff besser. Was weiterhin sofort auffällt, ist die deutlich eingeschränkte Beweglichkeit des Gummitubus im Vergleich zum Lensbaby 2 und auch zum Muse. Man fühlt ein deutliches Anschlagen des Objektiveinsatzes im Inneren. Während sich Nr.2 und Muße mindestens 60° schwenken lassen, spürt man beim Spark schon bei der Hälfte einen Widerstand und kann sogar ein schleifendes Geräusch hören. Diesem Effekt gehe ich später noch auf den Grund.
Beim Fotografieren ist das „Spark“ ein ganz liebes Kind. Da es starke Verwindungen im Tubus nicht zulässt, lässt sich ein relativ großer „Sweet Spot“, der Schärfepunkt, recht schnell erdrücken. Dies gilt für Nahaufnahmen genauso wie für Landschaftsfotos. Die Unschärfe zum Rand, der „Wusch“, ist relativ schwach ausgebildet. Kunststück, bei Blende 5,6 ist auch nichts anderes zu erwarten. Deutliche Verschiebungen der Unschärfe am Rand durch stärkeres Tubusneigen zu erzeugen ist durch die schlechte Beweglichkeit nicht möglich. Die Farben werden sauber wiedergegeben, Lensbabytypische Farbsäume oder Lensflares sind nicht zu erkennen. Das ist mir deutlich zu lieb und deshalb wechsle ich den Objektiveinsatz gegen den „Double Lens“ Einsatz mit freier Blendenwahl aus.
Hierbei fällt die unterschiedliche Bauform des Sparkeinsatzes auf. Er ist ein Stück länger als die Standardeinsätze und hinter der zweiten Linse sitzt eine weitere Blende. Diesem Umstand ist dann wohl auch die eingeschränkte Beweglichkeit des Tubus geschuldet, da sich das Spark mit einem Standardeinsatz genauso beweglich verhält wie ein Muse. Auch meine liebgewonnenen Eigenschaften kehren mit den mir bekannten Einsätzen zurück. Ein Lensbaby betreibt man mit Blende 2,8, maximal mit 4. Dann gibt’s ordentliche Verzerrungen, knappe Schärfepunkte, ein rasantes Farbenspiel und alle Abbildungsfehler, die sonst durch die Optikentwickler allen anderen Objektiven mühsam abtrainiert werden.
Mein Fazit: Das „Spark“ ist vom Design her das bisher ansprechendste Objektiv der Lensbabyfamilie. In weit sich der Objektivanschluss aus Kunststoff bewährt wird man in Zukunft sehen. Der eingebaute Objektiveinsatz mit der festen Blendeneinstellung von 5,6 ist für mich schlicht und ergreifend ungeeignet, die kreativen Möglichkeiten eines Lensbaby auch nur annähernd auszuloten. Für mich müssen Lensbaby-Fototouren spannend und überraschend sein. Ein gutes Bild unter fünfzig Versuchen ist schon eine gute Quote. Zugegeben, der Umgang mit den auswechselbaren Blendenringen ist lästig, aber der Zuwachs an Möglichkeiten macht es deutlich wett. Sei es mit Blende 11 und einer Makro-Vorsatzlinse oder mit Effektblenden wie Sterne, Herzen oder was man sich selbst eben ausschneidet. Ob der eingebaute Festblendeneinsatz „Lensbabyneulingen“ einen geeigneten Einstieg vermittelt, ist für mich schwierig zu beantworten. Es gelingen sicherlich schnell brauchbare Bilder, aber die kreativen Möglichkeiten sind mir zu stark eingeschränkt.
Das Lensbaby „Spark“ wird mit dem Double Glass Einsatz und Blende 2,8 einen festen Platz in der Fototasche meiner Tochter finden. Sie hat sich darüber genauso gefreut wie ich als das Päckchen ankam.
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