Black Friday
„Blackfriday01122017Karin69“
Der Einsiedler
Er hatte seit Jahren nicht mehr gesät
Verstreut noch reifte ihm das Getreide
Zuletzt ließ er den Hafer ungemäht
Sein Pferd verlor sich auf der Weide.
Er brach eine Zeit noch Beeren vom Ast
Als müßte er einen Hunger stillen
Dann vergaß er auch diese letzte Last
Um seiner tieferen Ruhe willen.
Er saß vor der Hütte bei Tag und Nacht
Die Hütte verfiel in Wind und Regen
Allmählich wuchsen die Gräser sacht
Seinen Füßen und Knien entgegen
Und wuchsen langsam durch seine Hand.
Er ward wie ein Sieb, ohne Außen und Innen.
Gleichmäßig und ganz ohne Widerstand
Konnten die Jahre durch ihn rinnen.
Maria Luise Weissmann
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Kommentare zum Bild
ernst-uwe becker
01.12.2017Mir gefällt der Bildaufbau mit dem Schärfeverlauf.
HG Ernst-Uwe
helmb
02.12.2017Ein etwas makabres Gedicht, welches aber wunderbar zu der Aufnahme passt, die mir sehr gut gefällt.
Gruß Helmut
Sonny
21.12.2017Dieses filigrane Bild mit der wundervollen Lichtstimmung gefällt mit ausgezeichnet. Prima.
LG Sonny