Schienenfahrzeuge
„Eisenbahnhubbrücke Karnin“
Der Wunsch der Berliner Bevölkerung nach einer möglichst kurzen Eisenbahnverbindung von Berlin an ihre 'Badewanne', der Ostsee wurde mit dem Bau der Eisenbahnhubbrücke in Karnin, erfüllt.
Im Jahre 1875 wurde eine handbetriebene Drehbrücke zwischen den Ortschaften Kamp auf dem Festland und Karnin auf der Insel Usedom, über das 'Innere Küstengewässer', welches das 'Stettiner Haff' mit dem 'Peenestrom' verbindet, gebaut.
Mit dem Bau dieser Brücke wurde die Eisenbahnverbindung Berlin -Swinemünde/Heringsdorf Realität.
Im Jahre 1933 wurde die in die Jahre gekommene Drehbrücke durch eine moderne, 360 m lange Hubbrücke, ersetzt.
Am 28. April 1945 wurde diese ingenieurtechnische Meisterleistung durch Einheiten der deutschen Wehrmacht gesprengt.
Das 47.9 m lange Hubgerüst dieses zweigleisigen Brückenbauwerkes blieb in der heutigen Form erhalten und legt weithin sichtbar Zeugnis davon ab, wozu deutsche Ingenieurskunst fähig war.
Würde diese Eisenbahnverbindung heute wieder ausgebaut werden, Überlegungen dazu gab es bereits, würde sich die Fahrzeit von Berlin auf die Insel Usedom um ca. 50% verringern.
|
|
Um einen Kommentar zum Bild zu verfassen, musst Du Dich zuerst anmelden oder neu registrieren!

Kommentare zum Bild
T6Schrauber
14.07.2016Die Hubbrücke wurde in der oberen Lage gesprengt,
damit die 8.Artillerieträgerflotte (Oltn Schneider) noch das Peenehaff von Stettin kommend verlassen konnte.
Von den unteren Brückenzügen ist eine Brücke bei Küstrin für die Oderbrücke wieder verwendet worden,
sie soll demnächst abgerissen werden.
Die Strecke auf Usedom ist schon reichlich verbaut worden,
besonders auf dem polnischen Teil stehen Hochhäuser auf der einstigen Trasse.
T6S