Lieber Hans-Martin, die Idee dieses Fotos kommt bei mir nicht so ganz an. Wolltest Du dieses interessante Gebäude in seiner Umgebung darstellen oder es als "Solitär" präsentieren?
Da die Umgebungsbebauung (mit den in meinen Augen viel zu vielen Störelementen) die Wirkung nicht steigert, wäre das Foto für mich eingängiger, wenn der mittlere Teil für sich wirken könnte. Dann aber aufgerichtet, mit stärkeren Kontrasten und einer gezielten Bearbeitung der Gradationskurve, um Tiefen und Lichter voll auszuschöpfen.
Auch an der Schärfe, den Farben, den Mitteltonkontrasten und dem Hintergrund könnte noch etwas getan werden.
Als dokumentarisches Foto, so wie Du es präsentierst, wirkt es für mich zu beliebig und könnte überall aufgenommen worden sein, da sich diese Architekturvariante in fast allen Großstädten wiederfindet.
Bei meinem Besuch am vergangenen Sonntag entstanden zahlreiche Fotos, von denen sich etwa 5-6 für eine Weiter-Bearbeitung anboten. Es sind unterschiedliche Ausschnitte entstanden, bei denen ich jeweils versucht habe, neben der Wahl des Ausschnitts auch eine jeweils andere Farbauswahl zu treffen.
Zwei der Bilder zeigen das Gebäude mit der Bebauung in der Nachbarschaft (einschließlich Fahrbahnteilen und Ampel-/ Beleuchtungs-Körpern und Grünzeugs). Die Verzerrung finde ich persönlich recht attraktiv, ist aber sicherlich nicht jedermanns Geschmack.
Zur Bearbeitung: Ute, Du magst recht haben, hinsichtlich Schärfe und Bearbeitung der Gradationskurve besteht möglicherweise Verbesserungspotential. Kontrastanhebung habe ich versucht, das führte allerdings zu Farbabrissen im Himmel. Die fehlende Schärfe hängt auch möglicherweise damit zusammen, dass ich abschließend die Rausch-Reduzierung (Luminanz) auf +50 gestellt habe. +30 reichte noch nicht aus, da ergaben sich zumindest bei starker Vergrößerung (Kantenlänge 1 Meter) immer noch unschöne Effekte im obersten Bereich des Bildes. Vielleicht ist die starke Rauschreduzierung der Grund für den etwas flauen Eindruck.
Vielleicht trifft das ein oder andere Deinen Geschmack besser.
Kann Dir gern mal ein Original DNG-Bild zukommen lassen, und Du kannst Dich an der Bearbeitung versuchen. Das können wir aber auch in kleinem Kreis in unserer Gruppe tun.
Lieber Hans-Martin, die von mir angesprochenen Punkte haben nichts mit meinem persönlichen Geschmack sondern mit meinem Anspruch an die Nutzung der Möglichkeiten der Bildbearbeitung zur Optimierung eines Fotos zu tun. Ob und wie stark ein Bildautor diese anwendet liegt an dessen Bereitschaft, der Fähigkeit und nicht zuletzt der zu investierenden Zeit. Ich gebe Dir Recht, dass dies eher Thema unserer Gruppe ist, da die Intentionen bei der Präsentation der Bilder im FF sehr unterschiedlich sind.
LG
Ute
Ute, es kommt immer darauf an, wie man ein Optimum definiert. Die weichgezeichneten Mädchenfotos von David Hamilton Ende der 60er Jahre waren sicher auch nicht ein Beispiel für knackige Schärfe von Fotos.
Aber mein Angebot steht: Ich würde mich freuen, wenn Du Dich, falls es Deine Zeit erlaubt, an einem DNG-file versuchst und uns in der Gruppe detailliert die einzelnen Bearbeitungsschritte bis zu dem von Dir definierten Optimum erläuterst.
Kurz noch einige Details zu den Aufnahmen. Wolkenloser, klarer Himmel, im Stuttgarter Talkessel eher selten. Empfohlener Aufnahmetag: sonntags, an den übrigen Wochentagen recht gefährlich, falls man sich auf Aufnahmen mit Festbrennweite beschränkt, da man beim Fotografieren auf dem Mittelstreifen einer vierspurigen Ein-/Ausfallstraße in die/aus der Stuttgarter Innenstadt steht. Man hat morgens (zwischen 9 und 10 Uhr) etwa eine Stunde Zeit, während der sich die Sonne von links hinter das Gebäude schiebt und nach etwa einer Stunde rechts wieder sichtbar wird. Während dieser Stunde sind immer wieder kurzzeitig Kondensstreifen der Flugzeuge, die am nahegelegenen Flughafen starten und landen, zu sehen. Das verkürzt die Stunde, die man Zeit hat, erheblich, falls man auf Nachbearbeitung (Wegstempeln) verzichten möchte.
Meine Intention: Zeigen der Architektur bei natürlichem Licht.
Kommentare zum Bild
Ute Scherhag
17.07.2016Lieber Hans-Martin, die Idee dieses Fotos kommt bei mir nicht so ganz an. Wolltest Du dieses interessante Gebäude in seiner Umgebung darstellen oder es als "Solitär" präsentieren?
Da die Umgebungsbebauung (mit den in meinen Augen viel zu vielen Störelementen) die Wirkung nicht steigert, wäre das Foto für mich eingängiger, wenn der mittlere Teil für sich wirken könnte. Dann aber aufgerichtet, mit stärkeren Kontrasten und einer gezielten Bearbeitung der Gradationskurve, um Tiefen und Lichter voll auszuschöpfen.
Auch an der Schärfe, den Farben, den Mitteltonkontrasten und dem Hintergrund könnte noch etwas getan werden.
Als dokumentarisches Foto, so wie Du es präsentierst, wirkt es für mich zu beliebig und könnte überall aufgenommen worden sein, da sich diese Architekturvariante in fast allen Großstädten wiederfindet.
Liebe Grüße
Ute
hmdoelz
17.07.2016Hallo Fritz, hallo Ute,
vielen Dank.
Bei meinem Besuch am vergangenen Sonntag entstanden zahlreiche Fotos, von denen sich etwa 5-6 für eine Weiter-Bearbeitung anboten. Es sind unterschiedliche Ausschnitte entstanden, bei denen ich jeweils versucht habe, neben der Wahl des Ausschnitts auch eine jeweils andere Farbauswahl zu treffen.
Zwei der Bilder zeigen das Gebäude mit der Bebauung in der Nachbarschaft (einschließlich Fahrbahnteilen und Ampel-/ Beleuchtungs-Körpern und Grünzeugs). Die Verzerrung finde ich persönlich recht attraktiv, ist aber sicherlich nicht jedermanns Geschmack.
Zur Bearbeitung: Ute, Du magst recht haben, hinsichtlich Schärfe und Bearbeitung der Gradationskurve besteht möglicherweise Verbesserungspotential. Kontrastanhebung habe ich versucht, das führte allerdings zu Farbabrissen im Himmel. Die fehlende Schärfe hängt auch möglicherweise damit zusammen, dass ich abschließend die Rausch-Reduzierung (Luminanz) auf +50 gestellt habe. +30 reichte noch nicht aus, da ergaben sich zumindest bei starker Vergrößerung (Kantenlänge 1 Meter) immer noch unschöne Effekte im obersten Bereich des Bildes. Vielleicht ist die starke Rauschreduzierung der Grund für den etwas flauen Eindruck.
Alle sechs Bilder sind zu sehen unter:
https://hmdoelz.1x.com/album/2556
Vielleicht trifft das ein oder andere Deinen Geschmack besser.
Kann Dir gern mal ein Original DNG-Bild zukommen lassen, und Du kannst Dich an der Bearbeitung versuchen. Das können wir aber auch in kleinem Kreis in unserer Gruppe tun.
Gruß
Martin
Ute Scherhag
17.07.2016Lieber Hans-Martin, die von mir angesprochenen Punkte haben nichts mit meinem persönlichen Geschmack sondern mit meinem Anspruch an die Nutzung der Möglichkeiten der Bildbearbeitung zur Optimierung eines Fotos zu tun. Ob und wie stark ein Bildautor diese anwendet liegt an dessen Bereitschaft, der Fähigkeit und nicht zuletzt der zu investierenden Zeit. Ich gebe Dir Recht, dass dies eher Thema unserer Gruppe ist, da die Intentionen bei der Präsentation der Bilder im FF sehr unterschiedlich sind.
LG
Ute
hmdoelz
17.07.2016Ute, es kommt immer darauf an, wie man ein Optimum definiert. Die weichgezeichneten Mädchenfotos von David Hamilton Ende der 60er Jahre waren sicher auch nicht ein Beispiel für knackige Schärfe von Fotos.
Aber mein Angebot steht: Ich würde mich freuen, wenn Du Dich, falls es Deine Zeit erlaubt, an einem DNG-file versuchst und uns in der Gruppe detailliert die einzelnen Bearbeitungsschritte bis zu dem von Dir definierten Optimum erläuterst.
Gruß Martin
hmdoelz
17.07.2016Kurz noch einige Details zu den Aufnahmen. Wolkenloser, klarer Himmel, im Stuttgarter Talkessel eher selten. Empfohlener Aufnahmetag: sonntags, an den übrigen Wochentagen recht gefährlich, falls man sich auf Aufnahmen mit Festbrennweite beschränkt, da man beim Fotografieren auf dem Mittelstreifen einer vierspurigen Ein-/Ausfallstraße in die/aus der Stuttgarter Innenstadt steht. Man hat morgens (zwischen 9 und 10 Uhr) etwa eine Stunde Zeit, während der sich die Sonne von links hinter das Gebäude schiebt und nach etwa einer Stunde rechts wieder sichtbar wird. Während dieser Stunde sind immer wieder kurzzeitig Kondensstreifen der Flugzeuge, die am nahegelegenen Flughafen starten und landen, zu sehen. Das verkürzt die Stunde, die man Zeit hat, erheblich, falls man auf Nachbearbeitung (Wegstempeln) verzichten möchte.
Meine Intention: Zeigen der Architektur bei natürlichem Licht.
Fotos aus dem Album unter:
https://hmdoelz.1x.com/album/2556
Gruß Martin