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Objekte

hmdoelz
„Tulpe“


Kategorie: Stillleben
Rubrik: Objekte
Hochgeladen: 28.05.2016
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Kamera: D-LUX 4
Objektiv: –
Blende: f/2.8
Brennweite: 5.1 mm
Belichtung: 1/160 sec
ISO: 80
Keywords: –


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Kommentare zum Bild

Meisterhaft platziert! Ich gehe davon aus, dass es nicht Zufall war, die obere Blattspitze genau hinter dem Stängel zur Ruhe kommen zu lassen. Eine Spitze neben dem Stängel unterhalb des Blütenkopfes hätte Dir die anmutende Harmonie zerstört.
Vielleicht kommt ein etwas heller HG der Blume auch zugute.

Gruß Burghard

hmdoelz
28.05.2016

Hallo Burghard,

schön, dass Dir die Harmonie gefällt. Immer wieder sind es solche Kleinigkeiten, die mich fremdgehen lassen, aus der Welt der Architekturfotografie und des Abstrakten heraus.

Dies ist das Resultat einer meiner ersten fotografischen Gehversuche vor vier Jahren. Noch mit der kleinen Kompakten in der rechten Hand, diesem Tulpenstängel in der linken Hand entstand dieses Bild vor unserer vom Sonnenlicht beschienenen Wohnzimmertapete. Der Hintergrund hat daher einen Verlauf von links oben hell nach rechts unten dunkel. Weiteres Aufhellen habe ich versucht, da wurden aber die hellen Anteile der Blüte zu hell, und selektives Aufhellen kann ich nicht. Aber Du hast Recht, etwas heller könnte der HG schon sein.

Die Aufnahme hat lange Zeit auf der Festplatte vor sich hin geschlummert, mich störte anfangs die angefaulte Spitze des unteren Blattes. Wegretuschieren wollte ich das nicht (außerdem konnte ich das zu der Zeit noch nicht). Mittlerweile könnte ich es, will es aber nicht mehr. Das untere Blatt habe ich damals bewusst so gebogen, damit diese Harmonie entsteht.

Freut mich jedenfalls, dass es gefällt.

Vielen Dank, Burghard, und genieß ein schönes Wochenende.

Gruß Martin

Dorothea
28.05.2016

Mir fehlt hier wieder mal die Lupe, die alles bestimmt etwas klarer zeigen würde (warum auch immer das so ist, diese Frage konnte mir hier auch noch keiner beantworten).
Den Schwung der Tulpe finde ich sehr schön, auch die Platzierung der oberen Blattspitze, wie von Burghard schon angesprochen.
Mir fehlt unten etwas Raum, irgendwie liegt das so schön gebogene Blatt für mein Empfinden etwas zu sehr auf dem Bildrand auf und dadurch wird ihm ein Teil seines Schwunges genommen.
Die leicht angewelkte Blattspitze gibt auch einen Hinweis auf die Vergänglichkeit und damit nähert sich Dein Bild sogar einem fotografischen "Haiku" an, das durch das Zeigen des Werdens und Vergehens in einem Bild oft auch eine Zeitspanne zeigt.
Ein bisschen erinnert mich Dein Bild an ein Tulpenbild von mir, das auch vor einer (Rauhfaser)-Tapete in unserem Wohnzimmer entstanden ist ;-).
LG Dorothea

hmdoelz
28.05.2016

Hallo Dorothea,

schön, dass Du Dich mit dem Bild beschäftigt hast. Du magst recht haben mit dem Platzmangel am unteren Bildrand, man hätte vielleicht noch während der Aufnahmen die ein oder andere Variante testen können.

Dieser Schnitt mit dem am unteren Bildrand "aufsitzenden" Blatt hat aber für mein Empfinden den Vorteil, dass das Verhältnis Stiel / Blüte nicht aus dem Ruder läuft. Je mehr Stiel, desto kleiner wird der Anteil der Blüte und ich bezweifle, dass das dem Bild gut tut.

Und wenn Du Dir vorstellst, wie der Stiel sich bei mehr Platz nach unten hin fortsetzt, nämlich gebogen nach links, desto mehr Platz müsste man insgesamt links schaffen. Der wäre zwar im Originalbild vorhanden, aber so gefällt's mit besser.

Weiterhin sorgt der "Doppelabschluss" unten (Stiel und Blatt) für mehr Stabilität der Anordnung. Das Blatt sitzt nahezu bildmittig auf, während der Stiel aus der rechten Grenze des linken Bilddrittels wächst. Ein Stiel-Eckläufer wäre für mich eine grausliche Vorstellung.

Erwähnenswert ist es auch, wie im Detail die Situation bei der Aufnahme war: direkt unter dem unteren Rand waren meine Finger, die den Stiel hielten. Der gesamte Stiel schwankte schon bedenklich durch das Gewicht der Blüte. Für 1/160 sec (eine längere Belichtungszeit war durch das unruhige Motiv nicht möglich) war das Licht schon etwas knapp, einige Bilder sind mit ISO 400 oder so entstanden (dies hier mit ISO 80), die ISO 400-Bilder sind total verrauscht.

Beim Anfassen des Stiels weiter unten war die ganze Sache nicht mehr stabil.

Ich erinnere mich auch noch an eine "Session", bei der ich Freesien auf dieselbe Art und Weise fotografieren wollte. Freesien haben ja noch wesentlich filigranere Stiele, da wiegen die Blüten hin und her. Letztlich waren alle Aufnahmen mehr oder weniger verwackelt.

Rauhfaser im Hintergrund eignet sich übrigens ganz gut für solche Aufnahmen.

So, jetzt wisst Ihr Näheres zum Bild.

Vorgestern vor 121 Jahren wurde übrigens Dorothea Lange geboren. An diese großartige Fotografin muss ich immer denken, wenn Dorothea hier etwas schreibt.

Heute sah ich ein schönes Bild bei Facebook, mal sehen, ob ich den Link noch finde. Ihr bekanntestes Bild "Migrant Mother" wird hier in einem kleinen Bericht besprochen:

http://www.artberlin.de/kuenstler/dorothea-lange-migrant-mother-1936/

Und hier der Link zum Facebook-Bild:

https://www.facebook.com/157616467585120/photos/a.161214120558688.40436....

Vielen Dank, Dorothea und liebe Grüße

Martin

Dorothea
28.05.2016

Hallo Martin,
danke für die ausführliche Erklärung =), aber mir würden unten 1 oder 2 cm mehr Raum schon genügen und wahrscheinlich hätte ich dafür einfach das Format etwas länglicher gewählt, das würde ja die schmale Eleganz der Pflanze vielleicht sogar noch gut unterstützen.

Danke für die Links zu meiner Namenscousine =),
ein schönes Wochenende und liebe Grüße,
Dorothea

hmdoelz
21.07.2016

Vielen Dank, Klaus. Freut mich !

Gruß Martin