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Innenarchitektur

Uwe Bergeest
„Horizon Field“


Vom Boden betrachtet, ist das "Horizon Field Hamburg" eine gigantische, kalte, schwarze Fläche, schwebend an acht Drahtseilen. Doch sobald man sie über eine der beiden Seitentreppen barfuß oder auf Socken betritt, glaubt man, in einen endlosen See einzutauchen. Durch die oberen Deichtorhallenfenster fällt der Blick auf benachbarte Architektur, die man so noch nie sah. Der Körper wird wach, erstaunlich leicht, froh. Die schwarz glänzende Kunststofffläche des "Horizon Field Hamburg" wird zum Spiegel der eigenen Seele. Als könnte sich der Körper seiner selbst und seiner Umgebung noch einmal anders vergewissern. Welch großartiger Ort, das Leben neu zu entdecken - für Lebensmüde ist er nicht hoch genug.Es ist auf den ersten Blick eine spröde Schönheit, die der Schöpfer der Großplastik, der britische Turner-Preisträger Antony Gormley hier geschaffen hat. Der Eindruck des Technischen, die Ingenieurleistung, die hinter der 1200 Quadratmeter großen und 67 Tonnen schweren Stahlkonstruktion in siebeneinhalb Metern Höhe steckt, verblassen hinter der grandiosen Kunsterfahrung.

Kategorie: Architektur
Rubrik: Innenarchitektur
Hochgeladen: 04.08.2012
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Kamera: NIKON D300
Objektiv:
Blende: f 4
Brennweite: 22 mm
Belichtung: 1/200 sec
ISO: 200
Keywords: Horizon Field, Hamburg,
Deichtorhallen,
Spiegelung,


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Kommentare zum Bild

Bernd Daub
04.08.2012

Ich dachte zuerst an Kaleidoskop, dann an Spiegel und hab erst beim dritten hinschauen die Sache einigermaßen erkannt.
Vielen Dank für Deine ausführlich Erläuterung, große Anerkennung dafür, wie Du diese Gelegenheit fotografisch umgesetzt hast.

ciao

Bernd

gatierf
04.08.2012

Sehr interessant, sollte man sich beim nächsten Hamburg-Besuch mal vormerken.
LG Peter

Dr.Olga Fritsche
17.09.2012

Auch bei mir ist "Horizon Field" auf der Liste der nächsten Reiseziele gelandet. Das Bild ist Klasse und Deine Beschreibung macht sehr neugierig. Übrigens vielen Dank für Deine positive Kommentare zu meinen Bildern.
VG Olga