Südamerika
„Maria Elena“
Maria Elena
Es ist schon seltsam, dass die Atacama, die zwischen der Küstenkordillere und der Andenkette liegt also direkt am Pazifik, so wasserarm ist. Aber die Wolken, die sich über dem Meer bilden, schaffen es nur alle paar Jahre, die bis 1500 m hohe Steilküste zu überwinden und nur dann kann man mit einem kurzen Regenguss rechnen. Die Temperaturschwankungen sind hier, wegen der Höhe von 1000 bis 1200 m sehr groß - im Winter zwischen 30° am Tag und 0° C in der Nacht. Für uns war es zu dieser Jahreszeit (Ende Mai) tagsüber angenehm warm, aber die Landschaft sah trotz der Sonne trostlos aus. Ich erinnerte mich an den Satz aus der Schöpfungsgeschichte „Die Erde aber war wüst und leer“. Hier stimmte das Bild. Zudem wurde und wird die Atacama von den Menschen geschunden und ausgebeutet. Hier befindet sich die größte Kupfermine der Welt, es werden Nitrat und Borax abgebaut, Jod und Kochsalz gewonnen. Mitten in dieser Einöde liegt Maria Elena, ein wunderschöner Name für eine hässliche Stadt, die schier im Staub und Dreck ihrer Minen versinkt... (Reisetagebuch Gertrud Grins)
Es ist schon seltsam, dass die Atacama, die zwischen der Küstenkordillere und der Andenkette liegt also direkt am Pazifik, so wasserarm ist. Aber die Wolken, die sich über dem Meer bilden, schaffen es nur alle paar Jahre, die bis 1500 m hohe Steilküste zu überwinden und nur dann kann man mit einem kurzen Regenguss rechnen. Die Temperaturschwankungen sind hier, wegen der Höhe von 1000 bis 1200 m sehr groß - im Winter zwischen 30° am Tag und 0° C in der Nacht. Für uns war es zu dieser Jahreszeit (Ende Mai) tagsüber angenehm warm, aber die Landschaft sah trotz der Sonne trostlos aus. Ich erinnerte mich an den Satz aus der Schöpfungsgeschichte „Die Erde aber war wüst und leer“. Hier stimmte das Bild. Zudem wurde und wird die Atacama von den Menschen geschunden und ausgebeutet. Hier befindet sich die größte Kupfermine der Welt, es werden Nitrat und Borax abgebaut, Jod und Kochsalz gewonnen. Mitten in dieser Einöde liegt Maria Elena, ein wunderschöner Name für eine hässliche Stadt, die schier im Staub und Dreck ihrer Minen versinkt... (Reisetagebuch Gertrud Grins)
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Kommentare zum Bild
pixel.maler
22.10.2026Industriegebiet und Städte sind meist trostlos, das kenn wir ja auch aus Deutschland. Doch ich kann mir vorstellen, dort wird alles ohne Rücksicht auf Verluste ausgebeutet. Jede Tonne der Bodenschätze bringt Geld, das allerdings meist nur in wenige Taschen fließt. In S/W wirkt die TRostlosigkeit so richtig.
Viele Grüße aus AB (Erich)
KrysN Photographie
22.10.2026Selbst die schwarze Katze zieht ihrer Wege; weit wird sie nicht kommen ... Deine Frau hat dein gekonntes aber dennoch trostloses Foto mit einem eindringlichen Text unterstrichen. Welch eine klasse Symbiose ihr beiden doch mit Bild u. Wort seid.
VG Krystina
PeSaBi
22.10.2026Haus und Auto scheinen im "Partnerlook" und versprühen den Charme eines Lost-Places ... und wie Recht Deine Frau doch hat ... ein wunderschöner Name für eine hässliche Stadt ...
HG - Petra
Barbara Weller
22.10.2026Die Lebensbedingungen in der Atacama sind hart. Und das Motiv vermittelt Tristesse pur.
LG, Barbara