Asien
„„Stop“ - Nie wieder !“
Zuerst dachten wir, dass es sich bei dem Zwischenhalt auf einer Rundreise durch Sri Lanka um eine der vielen üblichen Buddha-Statuen handelt, die man sonst zu sehen bekommt. Aber diese Statue war etwas Besonderes. Warum ? Das beschreibe ich weiter unten...
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Frieden und Widerstandskraft
Die große Buddha-Statue in Hikkaduwa, bekannt als Tsunami Honganji Viharaya, ist ein 30 Meter hohes Denkmal zum Gedenken an die Opfer des Tsunamis von 2004. Sie wurde 2006 in der Nähe von Peraliya enthüllt und ist den zerstörten Buddha-Statuen von Bamiyan in Afghanistan nachempfunden. Sie symbolisiert mit einer Geste an den Ozean: „Stop“. Nie wieder !
Wichtige Details zum Tsunami Honganji Viharaya:
Bedeutung: Es handelt sich um eine bedeutende Gedenkstätte und einen Ort der Andacht für die Betroffenen der Katastrophe von 2004. Das Denkmal wurde mit japanischer Unterstützung errichtet.
Design:
Die Statue steht und zeigt die Abhaya-Mudra (Geste der Furchtlosigkeit und des Schutzes).
Standort: Peraliya, in der Nähe von Hikkaduwa im Distrikt Galle.
Merkmale der Anlage:
Die Anlage umfasst den riesigen weißen Buddha, ein kleineres, nahegelegenes Fotodenkmal, das die Verwüstung durch den Tsunami dokumentiert, und eine ruhige, kleine Insellandschaft.
Besuch:
Besucher werden gebeten, beim Betreten die Schuhe auszuziehen. Der Besuch wird häufig als kurzer, respektvoller und landschaftlich reizvoller Zwischenstopp empfohlen. Diese Statue ist nicht mit anderen massiven, sitzenden oder „größten“ Statuen in Sri Lanka zu verwechseln, da es sich hier um ein spezielles Denkmal in der Küstenregion handelt.
Was war der besondere Grund für diese große Statue ?
Die Katastrophe, auf die niemand vorbereitet war. Eines der am stärksten betroffenen Länder war Sri Lanka. Hier vernichtete ein Tsunami 70 Prozent der Ost- und Südküste. 31.000 Menschen starben, darunter mehr als 12.000 Kinder.
Hunderttausende wurden obdachlos. Zudem kam der mühsam überwundene Bürgerkrieg buchstäblich wieder hoch: In Form von tausenden Landminen, die durch das Wasser aus dem Boden geschwemmt wurden. Trinkwasser war bis ins Landesinnere verunreinigt, Agrarflächen waren versalzen, Bäume entwurzelt. Der Weg in die Tsunami-Gebiete war kaum möglich: Schienen und Straßen waren zerstört, LKW-Fahrer verweigerten die Fahrt aus Angst vor weiteren Tsunamis.
Der Tsunami verursachte rund zwei Milliarden US-Dollar Schaden allein in Sri Lanka. Die Fischindustrie traf es besonders hart, ebenso wie die Tourismusbranche. Die Menschen an der Küste, die als Fischer einen Großteil der nationalen Fischernte einfuhren, konnten nicht zurück in ihre zerstörten Dörfer und Häfen. Viele Menschen wollten aber auch gar nicht zurück, aus Angst vor neuen Riesenwellen.
Wie in vielen anderen Ländern der Region gab es auch in Sri Lanka kein effizientes Tsunami-Frühwarnsystem. Das Nationale Katastrophenzentrum hatte zum Zeitpunkt der Katastrophe kein ausreichendes Mandat und war bei Weitem nicht für Notfälle dieser Größenordnung ausgelegt.
Quelle teilweise aus: https://www.welthungerhilfe.de
Jetzt vertrauen die Küstenbewohner, dass Buddha seine Kräfte gegen neue Naturgewalten einsetzt und sie in Zukunft schützen wird. Der Glaube versetzt bekanntlich Berge. Hoffen wir mal, dass Glaube, Hoffnung und Wirklichkeit in diesem Fall übereinstimmen.
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Frieden und Widerstandskraft
Die große Buddha-Statue in Hikkaduwa, bekannt als Tsunami Honganji Viharaya, ist ein 30 Meter hohes Denkmal zum Gedenken an die Opfer des Tsunamis von 2004. Sie wurde 2006 in der Nähe von Peraliya enthüllt und ist den zerstörten Buddha-Statuen von Bamiyan in Afghanistan nachempfunden. Sie symbolisiert mit einer Geste an den Ozean: „Stop“. Nie wieder !
Wichtige Details zum Tsunami Honganji Viharaya:
Bedeutung: Es handelt sich um eine bedeutende Gedenkstätte und einen Ort der Andacht für die Betroffenen der Katastrophe von 2004. Das Denkmal wurde mit japanischer Unterstützung errichtet.
Design:
Die Statue steht und zeigt die Abhaya-Mudra (Geste der Furchtlosigkeit und des Schutzes).
Standort: Peraliya, in der Nähe von Hikkaduwa im Distrikt Galle.
Merkmale der Anlage:
Die Anlage umfasst den riesigen weißen Buddha, ein kleineres, nahegelegenes Fotodenkmal, das die Verwüstung durch den Tsunami dokumentiert, und eine ruhige, kleine Insellandschaft.
Besuch:
Besucher werden gebeten, beim Betreten die Schuhe auszuziehen. Der Besuch wird häufig als kurzer, respektvoller und landschaftlich reizvoller Zwischenstopp empfohlen. Diese Statue ist nicht mit anderen massiven, sitzenden oder „größten“ Statuen in Sri Lanka zu verwechseln, da es sich hier um ein spezielles Denkmal in der Küstenregion handelt.
Was war der besondere Grund für diese große Statue ?
Die Katastrophe, auf die niemand vorbereitet war. Eines der am stärksten betroffenen Länder war Sri Lanka. Hier vernichtete ein Tsunami 70 Prozent der Ost- und Südküste. 31.000 Menschen starben, darunter mehr als 12.000 Kinder.
Hunderttausende wurden obdachlos. Zudem kam der mühsam überwundene Bürgerkrieg buchstäblich wieder hoch: In Form von tausenden Landminen, die durch das Wasser aus dem Boden geschwemmt wurden. Trinkwasser war bis ins Landesinnere verunreinigt, Agrarflächen waren versalzen, Bäume entwurzelt. Der Weg in die Tsunami-Gebiete war kaum möglich: Schienen und Straßen waren zerstört, LKW-Fahrer verweigerten die Fahrt aus Angst vor weiteren Tsunamis.
Der Tsunami verursachte rund zwei Milliarden US-Dollar Schaden allein in Sri Lanka. Die Fischindustrie traf es besonders hart, ebenso wie die Tourismusbranche. Die Menschen an der Küste, die als Fischer einen Großteil der nationalen Fischernte einfuhren, konnten nicht zurück in ihre zerstörten Dörfer und Häfen. Viele Menschen wollten aber auch gar nicht zurück, aus Angst vor neuen Riesenwellen.
Wie in vielen anderen Ländern der Region gab es auch in Sri Lanka kein effizientes Tsunami-Frühwarnsystem. Das Nationale Katastrophenzentrum hatte zum Zeitpunkt der Katastrophe kein ausreichendes Mandat und war bei Weitem nicht für Notfälle dieser Größenordnung ausgelegt.
Quelle teilweise aus: https://www.welthungerhilfe.de
Jetzt vertrauen die Küstenbewohner, dass Buddha seine Kräfte gegen neue Naturgewalten einsetzt und sie in Zukunft schützen wird. Der Glaube versetzt bekanntlich Berge. Hoffen wir mal, dass Glaube, Hoffnung und Wirklichkeit in diesem Fall übereinstimmen.
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Kommentare zum Bild
MacMirko
14.05.2026Eine gute Aufnahme von der Buddha-Statue und eine lesenswerte detailreiche Darstellung der Ereignisse. Ich selbst hab da auch schon gestanden und sie fotografiert, das war 2015. Ich erinnere mich auch noch an ein Relief da irgendwo in der Gegend, auf dem das Zugunglück dargestellt war. Der Zug wurde vom Tsunami einfach von den Gleisen gerissen und allein darin fanden sehr viele Menschen den Tod. Vielleicht stelle ich mein Buddha-Foto auch mal ein.
VG aus HH
KlaMei
15.05.2026Hallo McMirko,
vielen Dank für Deinen interessanten Beitrag und Anerkennung zu meinem Thema. Dann weißt Du wovon ich spreche und hast auch die immer noch bedrückenden Folgen an der Küste gesehen. Im Internet sind zudem einige Videos, die die Realität des Moments zeigen.
Das Zugunglück ist mir auch noch gut in Erinnerung. Da haben sich wirklich große Dramen abgespielt. Gerne würde ich Dein Foto der Buddha Statue auch hier sehen.
VG - Klaus