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Schnee- und Eislandschaften

Klaus Tetzner
„Winter Road“


Anno 2013 fuhr ich im Winter, auf der Suche nach tollen Winterslandschaften durch den Thüringer Wald. Auf dieser Landstraße nahe Brotterode hielt ich dann kurz an um dieses Foto aufzunehmen.

Später zurück im warmen zu Hause, wusste ich mit der Aufnahme dann nicht mehr allzuviel anzufangen, weil mich die anfänglich für toll gehaltene Idee mein Auto als Vordergrund zu verwenden gar nicht mehr begeisterte, da mich die Weinrote Farbe im Schnee massiv störte.

Wie nun das Auto als Fokuspunkt "entschärfen"? Ich entschloss mich für eine SW Konvertierung mit Ausnahme der roten Rückleuchte.
Kategorie: Landschaft
Rubrik: Schnee- und Eislandschaften
Hochgeladen: 11.01.2026
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Kamera: NIKON D3100
Objektiv: 10.0-20.0 mm f/4.0-5.6
Blende: f/11
Brennweite: 20 mm
Belichtung: 1/20 sec
ISO: 200
Keywords: Thüringer Wald, Schnee,
Winter, Landstraße, Auto


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Kommentare zum Bild

Martin Breutmann
11.01.2026

Hallo Klaus,

das Color-Keying ist zwar etwas aus der Mode gekommen (und Moden nutzen sich leider auch schnell mal ab), aber hier finde ich den Color-Key-Effekt sehr angebracht. Drei Dinge fallen mir bei deinem Bild besonders auf:

1.) Die gelungene Bildaufteilung. Die Zentralperspektive gibt dem Bild festen Halt. Der rechte Straßenrand setzt sich durch die Spiegelung im dunklen Lack des Autos fort, sodass man den Eindruck gewinnt, man könne durch das Auto hindurchschauen. Dieser Straßenrand führt dann direkt auf die rote Rückleuchte zu. Das verstärkt sich also gegenseitig.

2.) Der Color-Key-Effekt ist mir beim ersten Betrachten des Bildes gar nicht aufgefallen, denn ich war sofort von der Bildwirkung gefangen. Erst beim Lesen deines Bildtextes habe ich den Color-Key-Effekt realisiert. Das zeigt, dass der Effekt wirkt. Vielleicht kannst du nochmal probieren, die Farbe nicht völlig aus dem Bild herauszunehmen, sondern sie ganz subtil zu belassen.

3.) Es lohnt sich, ein Bild auch mal eine Weile liegen zu lassen und es nach einiger Zeit wieder neu zu betrachten. Insofern finde ich es klasse, dass du dich mit dem Bild in einer neuen Bearbeitung und Interpretation nochmal auseinandergesetzt und zu einem völlig überraschenden Ergebnis gekommen bist.

Durch all diese Gestaltungsmerkmale entsteht eine starke Beziehung zwischen dem fernen Horizontpunkt, in den die Straße mündet, und der roten Rückleuchte. Mir geht es so, dass mein Blick immer wieder zwischen diesen beiden Punkten pendelt. Viele Bilder haben nur einen zentralen Punkt im Motiv – hier sind es gleich zwei. Und so erzählt das Bild eine sehr spannende Geschichte. In meinem Kopfkino taucht die Frage auf: Was ist da los und wo ist die/der Fahrer/in? Unweigerlich suche ich immer wieder die Landschaft ab, um Hinweise zu finden. Ein tolles Bild! Schön, dass Du es nochmal in die Hand genommen, bearbeitet und hier eingestellt hast!

Herzliche Grüße, Martin