Afrika
„San Handwerk“
ODIN CAMP 1998
Wir hatten gelesen, dass die Tsodilo Hills für die San ein traditionsreiches Heiligtum sind. An etwa 4000 Stellen hätte man Felsbilder gefunden. Vielleicht würden wir einige davon finden. Aber zunächst stießen wir auf ein sehr gepflegtes Camp, das liebevoll in die Landschaft eingebettet war. Die Natur war Rohstofflieferant für die Anlage, die San Lehrmeister für die Verarbeitung der Materialien. Wir bestellten Tee und bewunderten die ausgestellten Kunstwerke – afrikanische Kunst – die hier hingehörten und das ungewöhnliche Flair ausmachten, das uns umfing. Wir waren die einzigen Gäste und Andy und Alice nahmen sich Zeit für uns. Andy war Schotte, ein junger Wissenschaftler, der hier mit seiner Partnerin lebte. Den Kontakt mit der Welt stellte er über das Internet her. Ein Generator erzeugte den für das Betreiben des Laptops nötigen Strom.
Wir fragten nach den Buschmännern, die wir bisher nicht gesehen hatten. Die wurden umgesiedelt, erzählte er uns, vorwiegend wegen ihrer Alkoholprobleme. Die Regierung Botswanas setzt auf den Tourismus. Sie will das Areal vor Verwahrlosung schützen. Andy träumte vom sanften Tourismus unter Einbeziehung der San. Sein ganzes Vermögen hatte er dafür eingesetzt. Er verwaltete das Camp, dazu beschäftigte er einige San, er betrieb seine Forschungen und er betätigte sich als Reiseführer.
2001 wurden die Hügel in die Weltkulturliste der UNESCU aufgenommen.
Wir hatten gelesen, dass die Tsodilo Hills für die San ein traditionsreiches Heiligtum sind. An etwa 4000 Stellen hätte man Felsbilder gefunden. Vielleicht würden wir einige davon finden. Aber zunächst stießen wir auf ein sehr gepflegtes Camp, das liebevoll in die Landschaft eingebettet war. Die Natur war Rohstofflieferant für die Anlage, die San Lehrmeister für die Verarbeitung der Materialien. Wir bestellten Tee und bewunderten die ausgestellten Kunstwerke – afrikanische Kunst – die hier hingehörten und das ungewöhnliche Flair ausmachten, das uns umfing. Wir waren die einzigen Gäste und Andy und Alice nahmen sich Zeit für uns. Andy war Schotte, ein junger Wissenschaftler, der hier mit seiner Partnerin lebte. Den Kontakt mit der Welt stellte er über das Internet her. Ein Generator erzeugte den für das Betreiben des Laptops nötigen Strom.
Wir fragten nach den Buschmännern, die wir bisher nicht gesehen hatten. Die wurden umgesiedelt, erzählte er uns, vorwiegend wegen ihrer Alkoholprobleme. Die Regierung Botswanas setzt auf den Tourismus. Sie will das Areal vor Verwahrlosung schützen. Andy träumte vom sanften Tourismus unter Einbeziehung der San. Sein ganzes Vermögen hatte er dafür eingesetzt. Er verwaltete das Camp, dazu beschäftigte er einige San, er betrieb seine Forschungen und er betätigte sich als Reiseführer.
2001 wurden die Hügel in die Weltkulturliste der UNESCU aufgenommen.
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Kommentare zum Bild
PeSaBi
26.08.2025Das erinnert mich an die Anbindetechnik der Reben mit Weidenruten ... gutes, altes Handwerk ... heute gibts nur noch Metalldrähte oder Plastikbänder :( ...
Immer wieder traurig wie altes Wissen vergessen und gar zerstört wird ... hier sogar durch Alkoholismus :( ...
HG - Petra
KrysN Photographie
26.08.2025Sehr nachhaltig, eine sehr interessante Detailsstudie ... dein dazugehöriger Text ebenso interessant.
Leider wurden vermutliche alle oder sehr viele Ureinwohner auf den verschiedenen Kontinenten durch die sogenannte Zivilisation verdrängt, geblieben ist der Alkohol ...
VG Krystina
Hartmut Frentz
26.08.2025Das ist eine interessante Detailstudie, die zeigt, mit welchem Einfallsreichtum die San die natürlichen Ressourcen für ihr Handwerk nutzten. Heute bezeichnet man so etwas als Nachhaltigkeit.
Gruß Hartmut
Lothar Mantel
27.08.2025Archaisch erkennbares Handwerk. Aber wozu diese Verbindung? Ein Weidezaun?
BG Lothar
arteins
27.08.2025Ein schönes Detail hast du da gefunden.
Erinnert mich an viele Zäune in Tirol, wo das Bauen von Zäunen oder Nägel etc. noch ein traditionelles Handwerk ist.
VG Wolfhart