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Berge

KlaMei
„„Dampf ablassen““


Die Erde lebt. Besonders im Inneren unseres Planeten toben Kräfte und Abläufe, die besser nicht auf einmal an die Oberfläche kommen sollten. Und dennoch bleiben wir hier auf der Erde nicht ganz davon verschont. Vulkanausbrüche und Erdbeben sind die negativen Auswirkungen, vor denen wir uns gar nicht oder nur begrenzt schützen können.
  
Dagegen sind Geysire ein immer wieder zu bestaunendes Naturereignis, wie hier in Island. Die Landschaft ringsherum ist auf dem Foto noch relativ grün ausgestattet. Im Hintergrund sieht man Vulkangebirge und Flächen, die allerdings nur aus Lavagestein bestehen und dementsprechend kahl und unwirklich erscheinen.

Dieser Geysir (isländisch geysa – in heftige Bewegung bringen, wild wirbeln) ist ein Touristenmagnet, da er alle 5-10 Minuten ausbricht und eine ca. 30 m hohe Säule aus Wasser und Wasserdampf hochschleudert. Da das Wasser über 100 Grad heiß ist, stehen die Leute außerhalb einer abgegrenzten Sicherheitszone. Man steht vor dem blubbernden Wasser im Kreis drumherum und jeder hält seine Kamera bereit, um ja nicht den Ausstoß zu verpassen. Und dann schießt eine Fontäne im Sekundenbruchteil aus dem Erdinneren in die Luft.

So schnell die Säule kam, so schnell bricht sie wieder in sich zusammen. Übrig bleibt einer kleiner Wassertümpel, der etwas blubbert und dampft. Bis zum nächsten Ausstoß. Das war schon ein schönes Erlebnis.

   
Aber was genau passiert beim Ausbruch eines Geysirs?....
Wer mehr erfahren möchte kann sich unten einige Informationen darüber holen.




   …........



Geysire
liegen immer in vulkanischen Gebieten. Der Untergrund unter den Geysiren wird durch vulkanische Energie erhitzt. Unter der Erdoberfläche befindet sich eine Erdschicht, die nicht dicht ist. Sie kann Wasser aufnehmen und sammeln wie in einem Schwamm. Solche Erdschichten haben winzige Löcher, oder Poren und werden deshalb porös genannt. Die poröse Schicht ist durch einen Schacht mit dem Geysirbecken an der Erdoberfläche verbunden. Das Wasser in dieser porösen Schicht wird nun durch die Wärme des Vulkans erwärmt.

Die erste wissenschaftliche Theorie zu Geysiren lieferte der deutsche Chemiker Robert Wilhelm Bunsen im Jahr 1846 auf einer Expedition nach Island. Er sah die Ursache von Geysiren in erhitztem Grundwasser.
Im Geysirschacht und im Becken steht das Wasser wie in einer Säule. Diese Wassersäule übt durch ihr Gewicht Druck auf das erhitzte Wasser aus. Diesen Druck kann man erleben, wenn man im Schwimmbad taucht. Das unangenehme Gefühl, das du auf den Ohren hast, während du tauchst, wird vom Wasserdruck verursacht. Bei unserem Geysir bewirkt der Wasserdruck, dass das Wasser in der porösen Schicht nicht bei 100° C sieden kann. Es muss viel heißer werden, bis sich erste Dampfblasen bilden können. Man sagt auch, es überhitzt. Das Wasser wird solange weiter erhitzt, bis es so heiß ist, dass es trotz des Wasserdrucks siedet. Durch die Dampfbläschen wird die Wassersäule im Schacht leicht angehoben. Wenn du am Rand des Quellbeckens stehst, siehst du in diesem Augenblick eine Wasserglocke, oder wie etwas Wasser über den Beckenrand schwappt.

Nun ist etwas weniger Wasser im Quellschacht als vorher. Daher ist auch der Wasserdruck etwas geringer. Die Temperatur des heißen Wassers ist nun zu hoch. Das Wasser verdampft und der Dampf dehnt sich aus. Aus einer Tasse Wasser werden 1500 Tassen Dampf. Explosionsartig steigt der Dampf auf und treibt das Wasser aus dem Schacht nach oben. Es wird bis zu 100 Meter in die Luft gerissen.

Nach dem Ausbruch läuft es zurück in den Schacht und der Ablauf beginnt von neuem.
Der Anblick eines tätigen Geysirs ist beeindruckend. Einige Minuten lang ist Ruhe im wassergefüllten Becken. Nur vereinzelt perlen dann Dampfblasen an der Oberfläche. Dann beginnt das Wasser plötzlich ohne Vorwarnung aufzuwallen. Einen Augenblick lang wölbt sich über dem Becken eine Wasserglocke auf. Dann schießen aus dem Untergrund unzählige Wasserblasen mit hoher Geschwindigkeit herauf. Wie eine Explosion durchbrechen sie die Wasserglocke und reißen das Wasser mit sich in die Höhe. Wenig später läuft das Wasser zurück in das Becken und füllt es wieder auf.

Heiße Quellen funktionieren einfacher als Geysire. Hier tritt einfach geothermal erwärmtes Grundwasser an der Oberfläche aus. Die Hitze, die das Wasser erwärmt, stammt natürlich von der Magmakammer im Untergrund. Manchmal sammelt sich das heiße Wasser in Becken, in denen man herrlich baden kann. Ihre bunten Farben verdanken die heißen Quellen Mineralien und Bakterien.

So schön und beeindruckend diese Naturereignisse auch sind, so zeigen sie doch die ungebändigte Gewalt der Erde. Solange es in dieser Form bleibt, brauchen wir uns um die Geysire keine Sorgen machen.                                             Da bleibt uns nur ein Staunen.

Kategorie: Landschaft
Rubrik: Berge
Hochgeladen: 09.04.2025
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Keywords: Geysir, Island


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Kommentare zum Bild

albrecht
26.04.2025

ich würde ganz weit weg stehen und fotografieren!
gruß albrecht

Stoffelnix
25.06.2025

Ich sehe gerne Dokumentarfilme wie Terra-X und Co. Als ich einen Film über Geysire und ihre Funktionsweise gesehen habe war ich schon bei dem Gedanken der Fotografie. Ein solch schönes Bild wie Du hätte ich auch gerne. Danke für deine Erläuterungen. Das rundet hier das Bild noch einmal ab. VG

KlaMei
25.06.2025

Hallo Stoffelnix,
dann geht es Dir genauso wie mir. Auch ich finde diese Sendungen prima. Wenn Du mal die Gelegenheit hast - einfach machen. Es lohnt sich. Auch die Vulkane...
BG-Klaus