Mono no aware ...

arteins
„Mono no aware ...“


... ist ein zentrales ästhetisches und philosophisches Konzept der japanischen Kultur und beschreibt "das tiefe, bittersüße Bewusstsein für die Vergänglichkeit alles Seins, verbunden mit einer andächtigen Wertschätzung für diesen flüchtigen Augenblick" (Wikipedia)
Mein Versuch einer Interpretation dieses Konzeptes.
Kategorie: Flora
Rubrik: Am Wegesrand
Hochgeladen: 23.09.2026
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Kamera: Canon EOS 7D Mark II
Objektiv: EF-S18-200mm f/3.5-5.6 IS
Blende: f/8
Brennweite: 200 mm
Belichtung: 1/125 sec
ISO: 160
Keywords: Natur, Flora, Garten,
Rosen


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Kommentare zum Bild

Michael Dehms
23.09.2026

Die Rose mit den welkenden Blüten hebt sich deutlich vom diffusen Hintergrund-Bouquet ab. Die Positionierung der Rose am rechten Drittel des Bildes, die Farb- und Lichtkontraste - fotografisch alles perfekt. Ebenso das von dir gewählte Thema. Die Rose als ein Beispiel zum philosophischen Konzept der japanischen Kultur ist durchaus sinntragend. Sehr schöne Idee, sehr schönes Bild.
Gruß Michael

brimula
23.09.2026

Du hast es gut umgesetzt im Sinne des Themas...man ist sich manchmal zu wenig bewusst dass das Lebendige nicht für die Ewigkeit gemacht ist...ein kommen und gehen...was eigentlich auch einen speziellen Reiz hat...schön dein Bild...

gruss brigitt@

Dieter F.Grins
23.09.2026

Sie,die Rose, ist auf dem besten Weg dahin.
Dein Versuch aber auch.
BG Dieter

Hartmut Frentz
23.09.2026

Die japanische Kultur liebt offensichtlich die Konzepte der Vergänglichkeit. Dein Foto ist eine treffende Interpretation des genannten. Aber auch ohne den philosophischen Hintergrund entfaltet die Aufnahme eine hohe ästhetische Wirkung.
Gruß Hartmut

pixel.maler
23.09.2026

Nichts ist so beständig wie die Veränderung! Sie findet im Kleinen und im Großen statt, dein Bild dokumentiert die Vergänglichkeit einer Blüte. Wir sollten uns dessen stets bewusst sein, nichts auf dieser unserer Welt wird ewig andauern. Selbst die höchsten Berge vergehen, Flüsse und Seen versiegen, die Landschaften verändert sich. Ich kann deshalb nicht die oft so überhebliche Jugend verstehen, die meint ihre Jugend wird andauern, doch ein Trost, auch sie werden älter, ob weiser, das ist die Frage? Auf der anderen Seite, waren wir in unserer Jugend anders? Ich denke nicht, nur meine ich wir waren ruhiger, selbst in den 1968er Jahren. Wir hatten noch Respekt vor Älteren, haben ab und zu auch mal deren Meinung akzeptiert und nicht so ausschließlich wie heute gemeint, wir wissen eh alles besser. Was doch dein Bild wieder einmal für Gedanken auslöst. Ja es zeigt wunderschön die Vergänglichkeit. Doch darin liegt auch die Zukunft, denn aus Vergangenen entsteht wieder neues Leben. Das zeigt uns auch der beginnende Herbst. Die herrlich blühende Natur vergeht, sie ruht, um dann um so schöner im Frühjahr wieder aufzublühen. In Japan sind solche Gedanken fest in der Gesellschaft verankert, dort wird ja auch Hanami gefeiert, das Neue werden. Vielleicht liegt es ein wenig am Buddhismus. Doch ich beginne abzuschweifen.
Viele Grüße, Erich

PeSaBi
23.09.2026

Für meinen Geschmack ist der Versuch sehr gut gelungen ...
und danke auch noch mal für die Erläuterung zu "Mono no aware" und damit Abgrenzung zum "Wabi Sabi"!
HG - Petra

KrysN Photographie
24.09.2026

In unserer westlichen Welt zählt meist nur das strahlende glänzendes Lebens bzw. der Blüte. Sehr gut zu wissen, dass es auch noch andere Ansätze gibt. Denn auch das langsame Verblühen kann schön sein, so wie du es hier an deiner Rose zeigst. Wunderschön im Vergehen. Das harmonische Bokeh rundet dein Bild ab.
VG Krystina

EsKa67
25.09.2026

Sehr gelungene Interpretation des Konzepts, Wolfhart! Und danke für die Erklärung des Ganzen. LG, Sabine