Es geht auch ohne Titel

Lothar Mantel
„Es geht auch ohne Titel“


Ein Exponat aus der fotorafischen Sammlung der DZ Bank Frankfurt.
Was ist Kunst? Und wer vermittelt uns das?
Von Michelangelo bis Max Ernst ist der Fall klar.
Bei Bernd und Hilla Becher oder Andreas Gursky um nur drei Fotografen stellvertretend zu nennen,
habe ich Zweifel.
Kategorie: Diverses
Rubrik: Andere
Hochgeladen: 29.07.2026
Kommentare: Favoriten7
Favoriten: Favoriten0
Klicks: Favoriten136
Abonnenten: Favoriten3
Kamera: –
Objektiv: –
Blende: –
Brennweite: –
Belichtung: –
ISO: –
Keywords: Fotoausstellung, Kunst,
Frankfurt


Um einen Kommentar zum Bild zu verfassen, musst Du Dich zuerst anmelden oder neu registrieren!

Kommentare zum Bild

Hartmut Frentz
29.07.2026

Mit deinem Foto ohne Titel und der Kardinalfrage, was eigentlich Kunst sei, stichst du in ein Wespennest, Lothar.
Man kann eigentlich nur warnend die (blaue) Hand heben, so wie auf dem abgebildeten, vermeintlichen Kunstfoto, wenn man versuchen will, eine konsensfähige Antwort zu finden. Relativ einig ist man sich, dass "Kunst" das Ergebnis eines kreativen Prozesses bezeichnet, das einem bestimmten kulturellen Kontext entspringt, eine erkennbare soziale Funktion aufweist und eine ästhetische Dimension hat. Da man in jeder Kunstgattung darüber streitet, was das genau bedeutet, ist es nicht verwunderlich, dass man in der "Kunstfotografie" auch nicht zu Potte kommt. Man will "Kunstfotos" von "normalen Fotos" durch die Erkennbarkeit von "Metaebenen" abgrenzen: Auslösung von Emotionen, Vermitteln von Botschaften, Gestalten von Visionen, Verwenden kreativer Techniken und so weiter und so fort. Man vergisst dabei oft, dass der Stempel "Kunst" stark von den Launen und Strategien des Kunstmarktes, der Sammler und Sponsoren, wie z.B. deiner Bank, abhängig ist. Ein Fass ohne Boden! Mein Lob gilt dir, Lothar, dass du diese Diskussion heute wieder angeschoben hast. Vielleicht solltest du sie zudem im Forum annoncieren.
Gruß Hartmut

Jaspi
29.07.2026

Die Frage, was eigentlich Kunst ist, kann und möchte ich nicht beantworten müssen. Weil ich gängige Kunst sehr oft nicht verstehe...
Aber was ich auf diesem Bild sehe, ist ein toller Kontrast von Blau und Gelb. Wie zwei Bilder nebeneinander, die in den Komplementärfarben harmonieren.
Liebe Grüsse
Jacqueline

Otto Plohmann
29.07.2026

Dein Foto hat etwas.
Die Gegensätze in deinem Foto sind schon gewaltig. Das zieht schon den Blick an.

Und dann noch deine Frage, was ist eigentlich Kunst?
Dazu sage ich nur, 100 Menschen und wahrscheinlich 100 unterschiedliche Meinungen.

VG Otto

Rudolf Bartl
29.07.2026

Kunst kommt von Können. Käme es vom Wollen, dann wäre es ja Wunst.

LG Rudi

brimula
30.07.2026

Ich bin auch immer mal wieder erstaunt was man dem Publikum alles als Kunst andrehen will...aber eben halt Geschmacksache...das hier ist für mich eindeutig keine...ausser deiner Aufnahme...

gruss brigitt@

oestrich74
02.08.2026

Dein Foto lebt von dem kräftigem Blau zum kräftigen Gelb und daher finde ich es sehr gut.
Zum Andres Gursky und seinem Bild " Rhine II ", das er ja für 9 bis 10 Mio. verkauft hat, möchte ich folgendes ausführen. Das Bild ist stark retuschiert worden, indem die Industrieanlage auf der anderen Rheinseite und der auf dem Fluß fahrende Kahn retuschiert worden sind und dann ist das vordere Ufer noch begradigt worden. Also eine technisch einwandfreie Photoshop-Arbeit.
Ich habe mich mal eine halbe Stunde oder so im K 21 zu einer besucherarmen Zeit davor gesetzt, und hatte es für mich eine meditative Wirkung. Ob das das Geld wert ist, muß nur der Käufer für sich entscheiden - es ist sein und nicht mein Geld. Das Ergebnis seines Unterfangens fand ich gut.
Ich hatte sofort den Vorsatz "mal eben " zum Rhein zu radeln und auch so ein Bild zu machen, habe es aber dann doch nicht getan. Welcher Kunstkenner würde für meine Fotografie schon tief in die Tasche greifen.
LG Michael
P.S. Hat Gursky nicht einmal gesagt, dass er gar nicht mehr so viel fotografiert, da ohnehin schon alles fotografiert sei, und er sich deshalb mehr der Bildbearbeitung zugewendet hat ?

Angelika Windloff
09.08.2026

Schwierige Frage...Meine Überlegungen: der Binse, Kunst liegt im Auge des Betrachters ( und damit auch des Zeitgeistes) stimme ich grundsätzlich zu, um gleich auch wieder zwei Einschränkungen vorzunehmen: ohne technische Fertigkeiten oder ohne das Wissen darum ist wohl keine Kunst zu schaffen. Letzteres reicht alleine allerdings auch nicht aus, um vom Handwerk im weitesten Sinne Kunst zu werden. Das, was als nötiges Mehr dazu kommen muss, ist für mich schwer definierbar. Vielleicht etwas, das über den aktuellen Zeitgeist und das Können hinaus etwas aufzeigt, das jenseits davon Bestand hat, weil die Aussage oder die Ästhetik überhistorische Themen ansprechen oder weil sie eine bestimmte Zeit treffend einfriert...ein weites Feld, an dem sich schon große Geister versucht haben,
lG Angelika
P.S. Was Gursky angeht, stimme ich Dir zu. Die Bechers gehören dagegen für mich zu den Größten...soweit zum Thema "Kunst liegt (auch) im Auge des Betrachters"...
lG Angeliika